Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten und Führungen
Beide Ortsteile der heutigen Gemeinde Heek blicken auf eine geschichtsträchtige Vergangenheit zurück. Die Ortschaften Heek und Nienborg sowie die Bauerschaft Ahle weisen eine Vielzahl von historischen Bauwerken und Denkmälern auf, die wir kurz vorstellen möchten. Führungen durch den Großteil der Sehenswürdigkeiten sind auf Vereinbarung möglich. Informationen dazu sind im Bürgerbüro der Gemeinde Heek erhältlich.
Das Burgtor
Um auf das historische Burggelände zu gelangen, muss der Besucher das Torhaus passieren. Der jetzige Bau stammt im Kern aus dem 14. Jh. Es handelt sich um ein etwa quadratisches zweistöckiges Bauwerk aus Bruchstein mit einem Zeltdach.
In der „Stube“ des Burgtores, die heute als Wohnraum genutzt wird, findet besondere Aufmerksamkeit die Wandmalerei mit dem gegenständlich figurierten Bild „die Geschichte der Drei Parzen als Lebenszuteilerinnen“.![]()
Die Keppelborg
Dieser Burgmannshof ist als Zweiflügelbau im Zuge der alten Burgmauer errichtet worden. Der ältere Gebäudeteil besteht aus einem zweistöckigen, unterkellerten Herrenhaus, im jüngeren Abschnitt war der Wirtschaftstrakt. Der Kern des Gebäudes stammt aus dem 15. oder 16. Jh.
Der Burgmannshof ist über längere Zeit im Besitz der Familie von Keppel gewesen.
Die jetzigen Eigentümer des Hauses, die Familie vom Hove, haben im Jahre 2008 im Obergeschoss 4 exklusive Hotelzimmer geschaffen. Informationen finden Sie unter www.keppelborg.de.
Das Hohe Haus
Das Hohe Haus überragt mit seinem für das Münsterland typischen Dreistaffelgiebel die gesamte Burganlage. Die Nordwestwand wurde auf der Burgmauer errichtet. Keller, Erd- und Obergeschoss also der Kern des Hauses, konnte in das 14. Jh. zurückdatiert werden.
Im Laufe vieler Nutzungszuführungen beherbergte das Haus u. a. 1848 das Landratsamt des Kreises Ahaus, 1905 Wohnhaus der Familie von Bönninghausen, nach 1945 Polizeistation Nienborg und Herberge für Vertriebene aus Ostdeutschland. Das Hohe Haus gehört heute einer Stiftung. Die Nebengebäude sind im Jahre 2008 zu exklusiven Gästehäusern umgebaut worden. Informationen finden Sie unter www.wachtmeisterhaus.de.
Das Lange Haus
Der ehemalige Burgmannshof, das „Lange Haus“ auch „Raesfelder Hof“, „Delwigsches Haus“ oder „Amtshaus“ genannt, ist ein langgestrecktes, zweigeschossiges Giebelhaus in Traufenstellung, im Kern aus dem 16. Jh. und mehrfach umgebaut worden.
Ein Wappenstein auf der nordöstlichen Westwand über einer vermauerten Tür zeigt die Inschrift „anno domini 1554 G.V.R.“ Nach langjähriger Nutzung des Hauses u.a. als Amtsverwaltung, Lehrerinnenwohnung wird das Gebäude heute als Kommunikationszentrum der Landesmusikakademie Heek - Nienborg genutzt.
Der Wilde Bernd
Der „Wilde Bernd“ (bekannt als Wilddieb) warnte im Dreißigjährigen Krieg die Burgherren vor einer Belagerung Nienborgs durch feindliche Truppen. Auf der Burg konnte man sich so auf den Angriff vorbereiten. Als jedoch der Erfolg der Angreifer unabwendbar schien, tötete der Wilde Bernd mit einem gezielten Schuss den Anführer und trieb dadurch die feindlichen Truppen kurzerhand in die Flucht. Nienborg blieb unversehrt und frei.
Als Dank zollten ihm die Burgmänner drei Wünsche. Der Wilde Bernd erbat für sich daraufhin folgende Rechte: „Frie fisken, frie jagen und frie schieten in`n Grawen.“ Seither gilt er für die Nienborger als Symbolfigur für das Streben nach Freiheit und Gleichberechtigung.
Die Wassermühle
Im Mittelalter entstand die bedeutendste Mühle der Gegend, die Fürstbischöfliche Kornwassermühle zu Nienborg. Zwischen 1397 und 1400 entstand gegenüber der Kornmühle eine Wassermühle zum Ölschlagen. Die Ölmühle wurde vermutlich in der 2. Hälfte des 16. Jh. zu einer Walkemühle umgebaut. 1984 wurde die Mühle umgebaut und diente dem Heimatverein Nienborg als Heimatstube. Heute befindet sich die Mühle in Privatbesitz.
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Katholische Kirche in Nienborg
Im Jahre 1907 weihte Bischof Hermann Dingelstad die unter dem Patronat der Apostel Petrus und Paulus stehende Kath. Pfarrkirche ein. Um 1970 erfolgte eine Renovierung des Gotteshauses; insbesondere die Neuausmalung und Neugestaltung des Inneren. Bei einem Rundgang durch das Kirchengebäude sind bedeutende kunsthistorische Gegenstände und Skulpturen aus dem 14. und 15. Jh. wie etwa die Pieta oder Figuren der Hl. Katharina von Alexandrien, der Hl. Anna Selbdritt oder des Hl. Antonius Abbas sowie der Taufstein zu finden. Die qualitätsvoll aus Eichenholz geschnitzte Kreuzigungsgruppe mit dem Kruzifix und den Assistensfiguren Maria und Johannes und Petrus und Paulus stammt aus dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts.
Katholische Kirche in Heek
Die Kath. St.-Ludgerus-Kirche in Heek, urkundlich erstmals im Jahre 1256 erwähnt, wurde im Laufe der Zeit mehrfach umgestaltet. Erhalten hat sich aus dieser Zeit nur das mit Bruchstein verkleidete Langhaus. 1822/23 wurde der alte Westturm abgebrochen und durch einen neuen Kirchturm ersetzt. Zwischen 1968 und 1970 wurde der Chor um moderne Anbauten erweitert. Kunsthistorisch von Bedeutung sind u. a. das spätromanische Portal an der Südseite der Kirche, im Kircheninnern der Taufstein, das Sakramentshaus, das als Gnadenkreuz verehrte Kreuz der Pfarrkirche.![]()
Ahler Kapelle
Die Heilig-Kreuz-Kapelle in der Bauerschaft Ahle wurde 1922 neu errichtet. Es ist das vom damaligen Kapellenbauverein erbaute dritte Gotteshaus an dieser Stelle. Kunsthistorisch erwähnenswert ist die thronende Madonna.![]()
Haus Horst
Das Haus Horst wurde um 1580 durch die Eheleute Jakob (I) von Keppel, Burgmann zu Nienborg, und Elsebe von Münster auf dem gleichnamigen Bauerngut an der Ahauser Aa im äußersten Westen der Bauerschaft Ahle als Adelssitz gegründet. Heute ist es in Privatbesitz.
Der Eppingsche Hof
Der denkmalgeschützten älteste erhaltene Bauernhof im Dorf Heek, der so genannte „Eppingsche Hof“, dessen Bausubstanz aus dem Jahre 1857 stammt, wurde 1990 zu einem Bürgerzentrum ausgebaut. Die hervorragende Lage des ehemaligen Hofes mit langer geschichtlicher Tradition inmitten des Dorfes und in Blickweite der Pfarrkirche ist hierfür prädestiniert. Viele Vereine und Verbände aus Heek und Umgebung nutzen intensiv die Räumlichkeiten im Eppingschen Hof. Der Heimat- und Schützenverein St. Ludgerus Heek sowie der Musikverein Heek haben dort ihr festes Domizil gefunden.
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Die Schlöffkenstatue
Die Schlöffkenstatue am Eppingschen Hof symbolisiert den aus dem 19. Jahrhundert stammenden Schlöffkenbrauch – herleitend aus der alten Fastnachtstradition – der in Heek seit Generationen im Januar jedes Jahres begangen wird. Dabei ziehen die Männer in Schlöffkentracht (an einem Fuß ein Holzschuh und an dem anderen ein Lederschuh, Stock und Mettwurst) durch das Dorf und besuchen reihum die Gastwirtschaften.
Quelle: www.heimatverein-nienborg.de; www.heek.de; www.westfalen-adelssitze.de
Burgführungen:
Führungen über die Burganlage inkl. Besichtigung der Wassermühle werden durch den Heimatverein Nienborg e.V. angeboten. Weitere Informationen erhalten Sie über:
Hermann Lütke Wissing
Niestadt 8
D-48619 Heek-Nienborg
Tel.: 02568 1260
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und/oder
Albert Bömer
Fürstenaustraße 43
D-48619 Heek-Nienborg
Tel.: 02568 934150
mobil: 0162-2123224
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